süßkartoffelsuppe mit streifen von der endivie
dieses rezept war weder als suppe geplant, noch sollte es auf dieser seite landen. eigentlich wollte ich ja ein leichtes süßkartoffeldressing herstellen.

dieses rezept war weder als suppe geplant, noch sollte es auf dieser seite landen. eigentlich wollte ich ja ein leichtes süßkartoffeldressing herstellen.

zu diesem rezept hat mich die frankfurter grüne soße (“grie soß“) inspiriert. die will ich schon seit langem mal zubereiten, habe sogar die kräuter im garten, es bis jetzt aber noch nicht geschafft.

die eier abkochen, schälen, schneiden und warm stellen.
die zwiebel fein schneiden, die knoblauchzehe schälen und zusammen mit der zwiebel in etwas pflanzenöl anschwitzen.
mit dem wasser und dem weißwein ablöschen, eine prise salz und einen spritzer sojasoße hinzugeben und das ganze solange vor sich hinköcheln lassen, bis das wasser so gut wie verdampft ist.
die salatgurke grob schneiden und mit den kräutern und der schlagsahne im mixer pürieren.
den kräuter-gurke-schlagsahne-mix zu den zwiebeln in den topf geben, die kräutersuppe kurz aufkochen lassen und mit den restlichen gewürzen abschmecken.

ein bestandteil der frankfurter grie soß ist der borretsch. er ist mit den lungenkräutern verwandt und sehr robust. habe ihn seit jahren im garten, wo er sich zwischen ein paar kieselsteinen am teichrand niedergelassen hat.
bei der roten beete handelt es sich, wie übrigens auch beim mangold, um eine form der rübe (beta vulgaris). in der küche verarbeiten kann man die blätter und die knollen, z. b. zu einem pürree, als salat bzw. blattgemüse otter zu einer suppe. das rezept finden sie hier.

die endivie ist ja im abgang etwas bitter. diesen geschmack kann man auffangen, indem man sie mit lieblichem gemüse kombiniert.

die endivie waschen und in streifen schneiden. es werden die ganzen blätter verwendet, aber nicht der strunk.
die (geschälte) sükartoffel, die karotte und die zwiebel schneiden und zusammen mit dem knoblauch und einer guten prise salz in etwas butter goldbraun anschwitzen.
mit dem sherry und dem wasser ablöschen, die endivie hinzugeben und das ganze bei mittlerer hitze köcheln lassen, bis die endivienblätter schön weich sind.
dann wird die gemüsesuppe im mixer püriert. dabei gibt man soviel milch hinzu, bis die gewünschte konsistenz erreicht ist. hier waren es 200 ml, aber ich mag es gerne sähmig.
wer es besonders fein mag, pasiert die suppe anschließend zurück in den topf. darauf habe ich verzichtet, der ballaststoffe wegen.
zum schluß wird die grüne gemüsesuppe mit salz, pfeffer, sternanispulver, muskatnuss und einem schuss sojasosse abgeschmeckt.
als einlage habe ich mir ausgelassenen bacon gegönnt, denn ich war an diesem tag leicht verkatert.

die endivie zählt zur familie der korbblütler (asteraceae). sie ist somit nicht nur mit dem chicoree (cichorium intybus) und dem kopfsalat (lactuca sativa) verwandt, sondern auch mit der sonnenblume (helianthus annuus) und dem löwenzahn (taraxacum officinale).
die endivie verträgt auch leichte fröste, mann kann sie von april bis dezember im garten anbauen. sie bevorzugt einen sonnigen standort und einen gleichmäßig feuchten, aber nicht nassen boden.
sie ist bei den schnecken zwar nicht ganz so beliebt, wie der kopfsalat, wird von ihnen aber trotzdem nicht verschont.
neben calcium, kalium, magnesium, natrium, phosphor, eisen und zink, enthält die endivie auch die vitamine a, b1, b2, b3, c und e.
warum gilt eigentlich der hund als der beste freund des menschen und nicht die kartoffel? sie ist vielseitig verwendbar, schmeckt lecker und hinterlässt weder übelriechende häufchen noch das sie kläffen täte …

die kartoffeln waschen und abtrocknen, schälen muss man sie nicht. den ingwer schälen und schneiden, die zwiebel ebenfalls schneiden und zusammen mit den kartoffeln, dem ingwer, der knoblauchzehe und einer guten prise salz in etwas erdnussöl anschwitzen.
mit dem wasser ablöschen. einen guten schuss von der sojasosse und vom sherry sowie eine prise sternanispulver und ein paar koriandersamen hinzugeben.
nun darf das ganze bei mittlerer hitze und unter gelegentlichem rühren solange kochen, bis die kartoffeln weich sind.
anschließend wird die kartoffelsuppe im mixer püriert. dabei gibt man soviel von der kokosmilch hinzu, bis die gewünschte konsistenz erreicht ist. dann pasiert man sie durch ein sieb zurück in den topf und gibt, falls notwendig, noch etwas salz oder sternanispulver dazu. auf den einsatz von pfeffer habe ich verzichtet, denn die schärfe liefert der ingwer.
die süßkartoffel waschen, schälen, in würfelchen schneiden und mit dem hackfleisch in etwas erdnussöl gut durchbraten. mit je einer prise salz und curry abschmecken. die fein gehackte petersilie unterheben.

die süßkartoffel (ipomoea batatas) zählt zur familie der windengewächse (convolvulaceae) und ist mit der kartoffel (nachtschattengewächse, solanaceae) nur über ein paar ecken verwandt. denn beide befinden sich in der ordnung der nachtschattenartigen (solanales).
die rankend wachsende pflanze ist auch noch als batate otter knollenwinde bekannt. sie stammt ursprünglich aus mittelamerika und bildet trichterförmige blüten aus.
wie sich an dem bild oben unschwer erkennen lässt, kann man die süßkartoffel austreiben lassen und an einem sonnigen und warmen standort kultivieren. winterhart ist sie nicht.
die lotusnüsse hatte ich eigentlich erworben, um daraus putzige kleine seeröslein zu ziehen. leider waren sie nicht keimfähig. aber dafür haben sie das aquariumwasser in eine milchig trübe flüssigkeit verwandelt.
zur strafe kam der rest dann in die suppe.

die lotusnüsse waschen, in 200 ml wasser kurz aufkochen und anschließend für ca. zwei stunden darin einweichen. wenn sie weich sind, bricht man sie auseinander und entfernt den keim. dieser schmeckt sehr bitter.
die schalotten sowie den knoblauch schneiden und gemeinsam mit den lotusnüssen in etwas erdnussöl anschwitzen.
mit dem orangenwasser und dem wasser ablöschen und je eine prise salz, pfeffer, curry, sternanispulver hinzugeben. dann lässt man die lotussuppe für ca. 15 minuten bei mittlerer hitze und unter gelegentlichem rühren vor sich hinköcheln.
in der zwischenzeit werden die karotten gewaschen, abgetrocknet, gerieben und mit einer guten prise salz in etwas erdnussöl angeschwitzt. ist die gewünschte bissfeste erreicht, dann löscht man sie mit einem kleinen schluck weißwein ab und lässt das ganze kurz aufkochen.
nun muss man nur noch die lotussuppe im mixer oder mit dem zauberstab pürieren und die karotten hinzugeben.
zum garnieren habe ich neben der fein gehackten petersilie übrigens noch gomasio verwendet. das gemisch aus gemahlenem sesam und meersalz bringt noch etwas knusper in die suppe.

bei den lotusnüssen handelt es sich um die samen des indischen lotus (nelumbo nucifera). sie werden in der asiatischen küche u. a. zur herstellung von süßspeisen verwendet und schmecken mild nussig.
was mir am fenchel so gut gefällt, ist sein intensives aroma. bei diesem gemüse muss man keine gewürzarmada auffahren, um etwas geschmack zu bekommen. am liebsten esse ich ihn roh, fein geschnitten mit etwas olivenöl, zitronensaft, salz und pfeffer.

den fenchel waschen und die knolle von den blattstielen und vom strunk trennen. die fenchelknolle halbieren und in dünne scheibchen reiben.
die petersilienwurzel, die schalotte und die fenchelstiele schneiden, die knoblauchzehe mit einem messer plattdrücken. alles zusammen in etwas sonnenblumenöl andünsten.
mit dem wasser sowie einem guten schuss scherry ablöschen, salzen, pfeffern, muskatnussen, sojasossen und die suppe kurz aufkochen lassen.
parallel dazu wird die eine hälfte des geriebenen fenchels in der pfanne geröstet. dabei kann man vorgehen, wie bei den röstzwiebeln beschrieben.
die suppe mit dem zauberstab bearbeiten und anschliessend die zweite hälfte des geriebenen fenchels hinzfügen. wer es nicht ganz so bissfest mag, lässt sie danach für ein paar minütchen bei mittlerer hitze vor sich hin köcheln.
den gerösteten fenchel unterheben und die suppe falls notwendig nachwürzen.
mit ein paar flöckchen vom hartkäse und ein paar geschnittenen fenchelbättern dekorieren.
lauch (porree) ist manchmal etwas sperrig und im kühlschrank nur schwer unterzubringen. wenn an den stangen noch ein paar würzelchen vorhanden sind, dann kann man sie in eine mit wasser gefüllte schüssel legen. so bleiben sie für ca. zehn tage frisch. danach beginnen die äusseren blätter dann langsam zu vertrocknen. wie man an dem bild am ende der seite unschwer erkennen kann.

den lauch, die zwiebel, den ingwer und den schinkenspeck schneiden.
den schinkenspeck auslassen, die zwiebel, den ingwer und ggfs. etwas fett hinzugeben und das ganze anschwitzen.
das hackfleisch dazugeben, salzen, pfeffern und kurz mit anbraten.
mit einem guten schuss vom sherry und dem wasser ablöschen, die restlichen gewürze hinzugeben und die lauchsuppe solange bei mittlerer hitze köcheln lassen, bis die gewünschte bissfeste erreicht ist.
den topf vom herd nehmen, die crème fraîche unterheben und die suppe (falls notwendig) nachwürzen.
der lauch zählt zur familie der amaryllisgewächse (amaryllidaceae) und ist somit entfernt mit den (giftigen) narzissen oder schneeglöckchen verwandt.


aufgrund ihrer appetitanregenden wirkung, kommen kartoffeln bei mir selten auf den tisch. wenn doch, dann verwende ich die alte französische sorte vitelotte. nicht nur weil der name so schön schwul klingt, vor allem aufgrund ihres mild nussigen aromas.
die vitelotte färbt beim schneiden zwar ein bisschen, handeschuhe muss man jedoch nicht tragen, da sich die farbe mit etwas wasser leicht entfernen lässt.

die kartoffeln mit einer bürste unter fliessendem wasser säubern und schneiden. geschält habe ich sie nicht. den thai-ingwer reiben.
alles zusammen in etwas pflanzenöl anschwitzen. um das nussige aroma zu unterstreichen, habe ich erdnussöl verwendet.
mit dem wasser ablöschen und etwas salz, pfeffer sowie muskatnuss hinzugeben.
jetzt lässt man die suppe bei mittlerer hitze solange vor sich hin köcheln, bis die kartoffeln schön weich sind.
den orangensaft hinzugeben und das ganze mit dem zauberstab bearbeiten. falls notwendig, noch etwas wasser nachfüllen, bis die gewünschte konsistenz erreicht ist.
den schmand unterheben und die kartoffelsuppe mit einem spritzer sojasosse verfeinern. wird orangenabrieb verwendet, dann gibt man ihn zusammen mit dem schmand in die suppe.
mit den röstzwiebeln garnieren und servieren.
wie am namen unschwer zu erkennen ist, handelt es sich beim thai-ingwer um einen verwandten des ingwers (zingiber officinale). seine rhizome (“knollen”) sind im asialaden zu erhalten. die beiden arten ähneln sich im geschmack, wobei ich finde, dass der thai-ingwer etwas milder rüberkommt. dafür ist er härter und schwerer zu reiben.

bis auf den pfeffer, stammen die für dieses rezept verwendeten pflanzlichen zutaten alle aus der apiaceae-familie. weitere infos dazu, gibt es am ende der seite.
bei der pastinake (pastinaca sativa) handelt es sich übrigens um eine alte gemüseart, die derzeit eine renaissance erlebt. sie schmeckt wie eine mischung aus möhre und knollensellerie, also würzig mit leichter süsse. gegenüber der sellerieknolle bietet sie einen vorteil, denn aufgrund von form und grösse, lässt sie sich leichter im kühlschrank verstauen. sie scheint mir aber nicht ganz so lange haltbar zu sein.
weitere pastinakenrezepte sind beim diesmonatigen garten koch event auf dem gärtnerblog zu finden.

das gemüse waschen, ggfs. schälen und schneiden. bei der petersilie die blätter von den stängeln trennen und beide ebenfalls schneiden. vom schinkenspeck habe ich die bereits geschnittene variante verwendet.
den schinkenspeck mit etwas ghee, den geschnittenen pastinake-/möhrenstücken und den petersiliestängeln anschwitzen.
mit dem wasser ablöschen. eine gute prise salz, pfeffer, anis, sternanis und den sherry dazugeben und das ganze bis zur gewünschte bissfeste vor sich hin köcheln lassen.
den topf vom herd nehmen, den schmand und die petersilieblätter unterheben und die zuppa apiaceae (falls notwendig) nachwürzen.
anstatt anis, kann man auch den ähnlich, aber etwas milder schmeckenden fenchel verwenden. seine samen sind allerdiedings etwas grösser und sollten zuvor im mörser otter der mühle zerkleinert werden.
für botanisch uninteressierte ist das wörtchen apiaceae nicht nur ein kleiner zungenbrecher, sie werden auch inhaltlich nichts damit anzufangen wissen. obwohl einige dieser pflanzen fast täglich in ihrem magen landen dürften. es handelt sich dabei um die familie der doldenblütler, zu der viele populäre gemüsearten und kräuter zählen. die bekanntesten mitglieder dürften wohl möhre (daucus), sellerie (apium), petersilie (petroselinum) und kümmel (carum) sein.
ebenfalls mit von der partie sind fenchel (foeniculum), kerbel (anthriscus), dill (anethum), liebstöckel (levisticum) und koriander (coriandrum).
es sind aber nicht alle doldenblütler beliebt. einige, wie z. b. der wasserschierling (cicuta virosa) sind sogar giftig. bei gärtnern gefürchtet ist übrigens der giersch (aegopodium). hat er sich erstmal im garten niedergelassen, macht sich die anpassungsfähige pflanze schnell breit und ist nur mühsam wieder zu entfernen. ein wenige zentimeter langes, beim unkraut jähten übersehenes stück genügt, damit er erneut beginnt grossflächig zu wuchern.

die blüten des giersch sind bei insekten sehr beliebt. das wissen natürlich auch ihre feinde …

die blüten der sterndolde (). keine ahnung ob man die futtern kann …

junge selleriepflanze

der liebstöckel ist im volksmund auch als maggikraut bekannt.